Informationen zum 34. Jazzfest Gronau 2022

Auf welche Künstler Sie sich beim Jazzfest 2022 freuen können, und wann sie zu sehen sind, finden Sie hier.

Jamie Cullum
AUSVERKAUFT

Jamie Cullum, das wilde Spielkind des Jazz, zählt – obwohl erst gerade 40 geworden – zu den erfolgreichsten britischen Jazzmusikern. Der Jazzpianist gilt als einer der derzeit unkonventionellsten, aber auch provozierendsten zeitgenössischen Musiker. Zuhause im Jazz, aufgewachsen mit Rock, Pop und HipHop, bringt er einerseits den klassischen Jazzpuristen auf die bekannte Palme, weil er sich ungehemmt in den verschiedensten Genres bewegt, andererseits genau dadurch aber auch ein neues und begeistertes Publikum gewinnt. Dieses wechselnde Crossover aus Jazz, Rock und Pop gefällt nicht jedem; ihn und sein Publikum stört das überhaupt nicht. Die stetige Neugier und seine ungehemmte Begeisterung führen dazu, dass es bei Cullum-Konzerten kein Halten mehr gibt. Sein Enthusiasmus ist ansteckend. Dieser „Springinsfeld“ ist einfach mitreißend, ob am oder auf dem Flügel; er traktiert die Tasten und springt zwischen Klavierhocker und Bühnenrand. Dass er bei all dem noch ein hervorragender Arrangeur und Sänger ist, rundet das Gesamtbild dieses großartigen Künstlers ab. Jamie Cullum versetzt sein Publikum immer wieder in unglaubliches Staunen.

Foto: Danny North


Samstag, 30 April 2022, 20.00 Uhr, Bürgerhalle Gronau
AUSVERKAUFT
Bereits erworbene Tickets aus den Vorjahren behalten ihre Gültigkeit.



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Jan Garbarek Group
feat. Trilok Gurtu

Kongenial begleitet von seinen langjährigen Wegbegleitern an den Keyboards Rainer Brüninghaus, dem brasilianischen E-Bassisten Yuri Daniel und dem berühmten indischen Meistertrommler Trilok Gurtu kommt der norwegische Saxophonist Jan Garbarek erneut zum Jazzfest Gronau. Nicht nur Insider behaupten, diesen Saxophonton vergisst man nie, selbst, wenn man Jan Garbarek nur einmal gehört hat. In diesem Ton ist seine Persönlichkeit so konzentriert, dass sie sich, wie sonst nur bei ganz wenigen anderen Musikern, beim ersten Ton offenbart; einzigartig und unvergesslich, ein bleibendes Erlebnis. In den weiten Klangräumen, die dieser Ton und mit ihm die unvergleichlich eindringlich gezogenen Melodielinien schaffen, gewinnt Garbareks Musik einen schmerzlichen Glanz: Intensität statt Sentimentalität, eine sinnliche Sensation, die uns sprachlos werden lässt. Er gilt nicht zu Unrecht als einer der ganz Großen der zeitgenössischen Musik, stilprägend und beständig und wie kein Zweiter in seiner unspektakulären Spielweise.

Die meditative Suggestivkraft dieses weltweit einzigartigen Saxophonisten, der als Instrumentalist eine Popularität erreicht hat, die sonst nur Vokalisten vorbehalten bleibt, ist das Ergebnis seines Bemühens, das Schwierige einfach erscheinen zu lassen. Zu verstehen ist der Triumph des Einfachen allerdings nur, wenn wir den Weg dorthin bedenken. Der Hinter- und Untergrund seines hymnischen Pathos ist der Jazz der sechziger Jahre mit seinen wilden und freien Improvisationen sowie die Volks- und Kunstmusik zahlloser Kulturen, wobei er die „exotischste“ Variante in der Folklore seiner Heimat Norwegen fand.

Fotos: Hartmut Springer


Sonntag, 1. Mai 2022, 20.00 Uhr, Bürgerhalle Gronau
Tickets: 39,00 Euro zzgl. Gebühren (Sitzplatz)
Abendkasse: 54,00 Euro



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Hiromi: The Piano Quintet

Hiromi gilt als eine der weltbesten und erfolgreichsten Künstlerinnen im Bereich von Jazz-Rock-Fusion / Klassik Pop. Ihre Virtuosität, ihre (im wahrsten Sinne des Wortes) haarsträubende Energie und letztlich vor allem ihre unbändige Spielfreude sind Markenzeichen der begnadeten Pianistin. Die Frankfurter Rundschau meint: ”Ist das noch Jazz? Oder schon Klassik? Für die japanische Pianistin Hiromi zählt nur, was das Herz bewegt“. Auf ihrem neuen Album spielt sie mit einem Streichquartett und auch in dieser Konstellation wird sie in Gronau konzertieren.
Ausgestattet mit einer ausgezeichneten Ausbildung war es dann nach einer Begegnung mit Chick Corea um ihre klassische Karriere geschehen, obwohl man dies ihrem virtuosen Spiel immer wieder anhört. Auf die Besucher wartet ein Abend mit hyperschnellem Hochleistungs-Pianojazz.

Foto: Mari Amita


Montag, 2. Mai 2022, 20.00 Uhr Bürgerhalle Gronau
Tickets: 35,00 Euro zzgl. Gebühren (Sitzplatz)
Abendkasse: 49,00 Euro



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Mothers Finest
"My Brainbox"
feat. Jan Akkerman

Mothers Finest, jene legendäre amerikanische Formation begeistert die Musikfans schon seit Ende der 70er Jahre mit ihrer kraftvollen Mischung aus Rock, Funk, Soul und Blues. Nicht von ungefähr war sie mit großem Erfolg bereits 2006 und 2014 beim Jazzfest Gronau zu Gast. Die Band um Moses Mo, der Sängerin Joyce „Baby Jean“ Kennedy, Glenn Murdock und anderen trauten sich, was zum damaligen Zeitpunkt kaum möglich erschien; sie mixen Soul und Funk mit hartem Rock und ignorieren die bekannten Genregrenzen. Nicht nur die unglaubliche Stimme und Bühnenpräsenz der Sängerin Joyce Kennedy machen sie schließlich zu internationalen Stars, deren Hit „Baby Love“ bis heute landauf landab auf allen Parties nicht fehlen darf. Eine Band, die auch über 40 Jahre nach ihrem legendären Auftritt im „Rockpalast“ ihr Publikum spätestens beim zweiten Song im Griff hat, eben weil sie in der bekannt euphorischen Art pure Lebensfreude versprüht. „Mothers Finest“ ist pures „Live-Erlebnis“; Mothers Finest ist Kult und die Band erfreut sich noch heute eines unglaublich großen Freundeskreises. Auf vielfachen Wunsch der Jazzfest-Besucher sind sie nach vielen Jahren wieder im Programm.

„Brainbox lebt?“ könnte man sich fragen, galt doch die legendäre niederländische Band seit ihrer Gründung im Jahre 1968 als einer der progressivsten Rock- und Bluesbandsüberhaupt. Als Gründungsmitglied von „Brainbox“ Ende der 60er/Beginn der 70er Jahre hat Jan Akkerman neue Maßstäbe an der Gitarre gesetzt. Nach den großartigen Anfangserfolgen verließen Akkerman und van der Linden die Band, um bei „Focus“ einzusteigen; einer Band, die zur damaligen Zeit ebenfalls für Furore sorgte. Jan Akkerman gilt zweifelsohne als einer der besten Gitarristen der Welt; kein anderer verbindet wie er alle Genres von Blues und Jazz über Rock bis hin zu Pop. Ein Virtuose an der Gitarre! Er ist in allen stilistischen Ausprägungen zu Hause. Der inzwischen 75jährige hat „Brainbox“ vor einigen Jahren wieder belebt. Unter dem Bandnamen „My Brainbox“ tourt die Band seit einigen Jahren und haucht dem Rock & Bluesrepertoire von damals neues Leben ein.

Foto Mothers Finest: Hartmut Springer, Jazzfest Gronau 2014
Foto "My Brainbox" | Jan Akkerman: Paul Bergen


Dienstag, 3. Mai 2022, Bürgerhalle Gronau
20.00 Uhr "My Brainbox" feat. Jan Akkerman / ca. 21.45 Uhr Mothers Finest
Tickets: 39,00 Euro zzgl. Gebühren (Stehplatz)
Abendkasse: 54,00 Euro
Bereits erworbene Tickets aus den Vorjahren behalten ihre Gültigkeit.



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Jazzrausch Bigband
support:
Broken Brass

Eine Kernschmelze von Bigband-Sound mit House und Techno oder anders gesagt: die Jazzrausch Bigband verquirlt locker und leicht Beats, House, Soul und Funk mit jazzigen Klangstrukturen. Auf jeden Fall bringt die Jazzrausch Bigband die Club-Besucher zum Schwitzen, macht aber auch in feinen Konzerthäusern eine gute Figur. All das kommt mit Klanggewalt, Groove und enormer Bühnenpräsenz daher und bringt Jazzfans wie auch Tanzwütige zusammen. Wer „La Brass Banda“, „Meute“ oder „Moop Mama“ (Jazzfest Gronau 2019) mag, der wird sich hier zu Hause fühlen. Es vibriert, sirrt und flirrt, wenn die Münchner die Bühne übernehmen, aber es erfüllt für viele Musikfreunde auch Sehnsüchte; die der Clubgänger nach mehr Echtem, Handgemachtem, Frischem und Originellen und die der Jazz- und Klassikhörer nach mehr Wumms, Entertainment, nach großem Sound und fettem Groove. Die Jazzrausch Bigband ist ein Phänomen und passt so gar nicht in eine der bekannten Schubladen.

Broken Brass macht Blasmusik der nächsten Generation. Explosiv und energisch, indem sie die Energie der Bläser mit der Haltung des Rock’n‘Roll, dem Antrieb des Electro-Punks und dem Fluss des HipHops zusammenbringen; sie mixen New Orleans-Brasssounds mit Funk- und Souleinflüssen auf unwiderstehliche Art und Weise. Die jungen niederländischen Musiker vom „BB“ haben in den letzten Jahren europaweit die großen Festivals bespielt, so auch beim 31. Jazzfest Gronau im Jahre 2019. Dieser energiegeladene und vielseitige Brass-Sound ist unserer Meinung nach ein idealer „warming-up-act“ für den sich anschließenden „Jazzrausch“.

Foto Jazzrausch Bigband: Marc Wilhelm
Foto Broken Brass: La Candela - Konzertagentur


Mittwoch, 4. Mai 2022, Bürgerhalle Gronau
20.00 Uhr Broken Brass Ensemble / ca. 21.45 Uhr Jazzrausch Bigband
Tickets: 25,00 Euro zzgl. Gebühren (Stehplatz)
Abendkasse: 38,00 Euro



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Candy Dulfer
Kraak & Smaak

Erstklassige Songs und ein unwiderstehlicher Groove – Candy Dulfer is back. Der attraktivste Funk- und Soulexport der Niederlande kommt nach 1998, 2002, 2009, 2016 erneut zum Jazzfest Gronau und wir halten jede Wette, dass die sympathische niederländische Altsaxophonistin auch jetzt wieder die Sympathien des Publikums im Handumdrehen gewinnen wird. Diese Frau ist an ihrem Instrument einfach atemberaubend. Bereits als Sechsjährige greift Candy Dulfer zum Saxophon. Ihr Vater Hans, selbst ein erfolgreicher Saxophonist, erkennt das Talent seiner Tochter und beginnt sie zu fördern. Dank ihres Könnens, der stetigen Arbeit an sich selbst, unzähligen Jam-Sessions und der Unterstützung ihres Vaters entwickelt sich das junge Mädchen rasch zu einem Begriff in niederländischen Musikerkreisen. Als 14-Jährige gründet sie ihre erste eigene Band „Funky Material“. Verschiedene Radio- und Fernsehauftritte folgen, mehrere Plattenfirmen zeigen sich interessiert. Mitte der 1980er Jahre spielt sie ein Madonna-Konzert-Opening in Rotterdam, durch das sie sich weiter etabliert. Ihre Konzerte sind fortan für ein Jahr im Voraus ausverkauft. Der damalige Megastar Prince wird auf die junge Künstlerin aufmerksam und gibt Candy die Möglichkeit, Proben ihres Könnens zu zeigen. Die Künstlerin überzeugt auf voller Linie - und so beginnt mit dem Album "Graffiti Bridge" eine lang andauernde künstlerische Zusammenarbeit. Zum Riesenerfolg entwickelte sich der zusammen mit "Eurythmics-Star" – Dave Stewart eingespielte Titelsong zum gleichnamigen Film "Lily Was Here". Dieser Hit bedeutet für Candy den endgültigen Durchbruch als international anerkannte Künstlerin: Danach veröffentlicht sie regelmäßig neue Alben, auf denen als Gaststars unter anderem Maceo Parker, Van Morrison, Dave Stewart, Aretha Franklin, Lionel Richie und viele andere mitwirken.

Der Kraak & Smaak-Auftritt beim 31. Jazzfest Gronau 2019 im Cinetech-Kino entpuppte sich als ein wilder Genre-Cocktail, den selbst erfahrene Musikliebhaber in dieser Form in Gronau noch nicht erlebt hatten. Diese extrem erfrischende Mixtur aus Elektro-Beats und Oldschool HipHop basierend auf jeder Menge Funk, Soul und Jazz ging sofort vom Kopf in die Beine. Beats mit Klasse, versierte Instrumentierungen, die alle Bereiche der Dance-Music von House bis Disco und von Boogie bis Soul abdecken, dargeboten von dem typischen Kraak & Smaak-Swing.

Foto Candy Dulfer: Nikki Born
Foto Kraak & Smaak: Vincent Moll


Donnerstag, 5. Mai 2022, Bürgerhalle Gronau
20.00 Uhr Kraak & Smaak / ca. 21.45 Uhr Candy Dulfer
Tickets: 39,00 Euro zzgl. Gebühren (Stehplatz)
Abendkasse: 54,00 Euro



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Stefanie Heinzmann
Max Mutzke
AUSVERKAUFT

supported by Volksbank Gronau-Ahaus eG

Zwei Mal war die sympathische Schweizerin bereits zu Gast beim Jazzfest Gronau und hat ihr Publikum bei beiden Auftritten mit dem ersten Song für sich gewinnen können. War es 2011 noch eher der unbekümmert daherkommende junge Popstar, so konnte sie spätestens bei ihrem zweiten Auftritt im Jahre 2016 ihre stetig wachsende Fangemeinde restlos überzeugen. Eine „erwachsene“ Soul-Pop-Sängerin mit unverwechselbarem Gesang und unverstellter Bühnenpräsenz erwartet die Besucher nun bei ihrem dritten Gronau-Auftritt. Elf Jahre nach dem Debüt in der Talent-Show von Entertainer Stefan Raab ist sie nun nach ihrer selbst gewählten künstlerischen Schaffenspause zurück; mit dem bekannt prägnanten Soul-Sound und vielen Anleihen aus dem Pop-Genre. Und: Bewegen, das tut sie immer noch mit ihrer Stimme, die Kern ihrer Kunst ist und bleibt. Eine Stimme, die eine enorme Bandbreite entfaltet; von tief schillernd bis hell leuchtend, von zerbrechlich bis selbstbewusst.

Max Mutzke ist wohl einer der umtriebigsten und vielseitigsten Künstler, die unser Land zu bieten hat. Mit seinem neuen Album „Wunschlos Süchtig“ ist er seit Herbst 2021 wieder auf Tour. Nun also – nach drei Anläufen und den entsprechenden coronabedingten Absagen – endlich das von vielen ersehnte Konzert beim Jazzfest Gronau. Wir freuen uns, einen der wichtigsten deutschen Soulsänger nach seinen beiden Gastauftritten mit Klaus Doldinger’s Passport (Jazzfestes 2012 und 2017) nun endlich mit eigenem Programm in Gronau begrüßen zu dürfen. Der sympathische Sänger aus dem Schwarzwald hatte mit „Colors“ bereits ein Album vorgelegt, das dem Genre Soul eine neuerliche Nuance verliehen hat. Mit seinem aktuellen Album im Gepäck präsentiert Max Mutzke nun mit seiner Band die Songs des neuen Albums und sicher auch den ein oder anderen Hit aus seiner nun inzwischen 15 Jahre andauernden Karriere. Das Publikum wird nicht enttäuscht sein: Max Mutzke steht und stand immer für überraschendes Composing und leuchtende Akzente. Leidenschaft und Talent kann man nicht wirklich erlernen; entweder man besitzt das nötige Entertainment-Handwerkszeug oder eben nicht. Und Max Mutzke stellt kontinuierlich unter Beweis, dass er im Überfluss über diese wundervolle Gabe verfügt.

Foto Stefanie Heizmann: Maximilian König
Foto Max Mutzke: Nils Müller


Samstag, 7. Mai 2022, Bürgerhalle Gronau
20.00 Uhr Max Mutzke / ca. 21.45 Uhr Stefanie Heinzmann
AUSVERKAUFT
Bereits erworbene Tickets aus den Vorjahren behalten ihre Gültigkeit.



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